Brunsbüttel Geschichte

Unsere Heimat ist Brunsbüttel. Da, wo die Nordsee beginnt, sind wir zu Hause

Ein „echter“ Dithmarscher erzählt von seiner Heimat.

Viele Geschichten mit Tipps aus der Umgebung dürften auch für euch interessant sein... „Wir kommen aus Brunsbüttel“ ... das erzählen wir gelegentlich auch auf unseren Reisen oder auch mal in Hamburg, wo wir aus beruflichen Gründen eine zweite Heimat gefunden haben. In der Ferne bemerkt man meist erst, wie interessant Brunsbüttel wirklich ist. Lasst uns eine Tour machen. Ich lade Euch ein.

(Ganz unten findet ihr übrigens eine selbst erstellte Karte mit den hier erwähnten Orten ...)

Herzlich Willkommen in Brunsbüttel und Umgebung.
Unsere erste Heimat bleibt auch deshalb Brunsbüttel. Warum eigentlich?

Uns verbindet die gemeinsame Herkunft. Von Brunsbüttel und Neufeld aus haben wir das Gymnasium in Marne besucht. Zum bestandenen Abitur hat uns der damalige Bürgermeister Puls 1967 den Bauernstab aus Marne als Symbol für unsere traditionelle Herkunft aus der ehemaligen Bauernrepublik Dithmarschen überreicht. Eine gute Idee des damaligen Marner Bürgermeisters. Er bat uns, unsere Heimat nicht zu vergessen. Haben wir tatsächlich wohl auch deshalb nicht. Es gibt aber auch für uns noch viele weitere Gründe, diese Gegend am vermeintlichen Ende der Welt immer wieder zu besuchen.

Inzwischen hat Brunsbüttel selber ein Gymnasium und hat sich zu einer erfolgreichen Kleinstadt entwickelt. Auch unsere heimatlichen Gefühle sind jetzt eher in Brunsbüttel... wo die Nordsee beginnt zu Hause. Je länger wir dieser Heimat fern waren, desto deutlicher wurde uns, was für ein - auch touristischer - Schatz sich dort zum Erholen und zur interessanten Erkundung anbietet.

Die ersten Wegweiser für Autofahrer auf dem Weg von Süden über die A23 nach Brunsbüttel findet Ihr in Itzehoe-Mitte. Dort beginnt ein Weg durch die Marsch. Hier ist es die Wilstermarsch. Man durchfährt sie auf der Bundesstraße 5. Früher eine der wenigen befestigten Wege, um überhaupt durch dieses ehemalige Sumpfgebiet nach Brunsbüttel zu gelangen. Die Landschaft ist platt wie ein Pfannkuchen. Wer jedoch genauer hinschaut, entdeckt eine Unzahl von Gräben mit Kühen auf grünen Weiden. Sie sind Teil eines ursprünglich von holländischen Wasserbauern ausgeklügelten Entwässerungssystems. Das Wasser der Gräben wurde früher mit durch Windmühlen angetriebene Pumpen in höher gelegene von Wällen umgebene Fleete gepumpt. Die Bockmühle in Honigfleth liegt bei Wilster direkt am Weg von Itzehoe nach Brunsbüttel.

Heute stehen oft nur kleine Häuschen in der einsamen Gegend. Dort ersetzen elektrische Pumpen die Windmühlen. Die Fleete werden als Fließgewässer teils auch Au genannt und sind Flüsse, die zu den Seedeichen führen. Dort gibt es jeweils ein durch Schotten abgesperrtes Siel. Durch diese Durchlässe fließt bei Tideniedrigwasser und geöffneten Schotten das Wasser vom Gebiet binnendeichs in die Tideelbe und weiter zur Nordsee hindurch. Dort, wo die Zeit des niedrigen Wasserstandes nicht ausreicht, läuft das Regenwasser nicht mehr durch das natürliche Gefälle unter dem Deich hindurch. Bei immer weiter steigendem Meeresspiegel ersetzen die Sielverbände zum rechten Umgang mit dem Wasser Siele vermehrt durch Pumpwerke.

Die riesigen Flächen zwischen den Deichen und den weit im Hinterland liegenden höheren Gebieten, der Geest, würden ohne den Schutz der Seedeiche zweimal am Tag durch Ebbe und Flut bei Tidehochwasser weitgehend unter Wasser stehen. Das wäre zwar für das Flusssystem der Tideelbe selber mit seinem einmaligen ökologischen und schifffahrtstechnischen Wert ein großer Vorteil. Aber es ist wohl sehr verständlich, dass die Marschbewohner hier bitte trockne Füße behalten möchten. Zum Verständnis der komplexen Zusammenhänge ist die Lektüre des Strategiepapier Tideelbe von 2006 sehr empfehlenswert.

Die Vorfahren dieser Marschbewohner haben über Jahrhunderte den Naturgewalten getrotzt. Selbst extreme Überflutungen und Deichdurchbrüche durch extreme Sturmfluten hielten sie nicht davon ab, hier dauerhaft zu leben. Das hat ihren Charakter bis heute offensichtlich geprägt. Sie gelten oft als zäh, wortkarg oder sogar stur. Wenn ihr aber als Tourist diese spannende, kunstvoll angelegte Naturgegend erkundet und euch diesen Menschen zuwendet, werden sie euch gegenüber wahrscheinlich freundlicher und hilfsbereiter sein, als ihr das in der Regel in der Großstadt erlebt.

Ihr müsst auf dem Weg nach Brunsbüttel noch die meistbefahrene künstliche Seewasserstrasse der Welt überwinden, bevor Ihr unsere Heimatstadt erreicht. Brunsbüttel liegt in Dithmarschen. Dithmarschen ist strenggenommen eine Insel. Im Norden trennt die Eider dieses Kleinod von dem Rest der Welt ab. Im Süden ist es der mehrere hundert Meter breite Nord-Ostsee-Kanal. Dieser NOK trennt auch die Wohngebiete Brunsbüttels sehr wirksam von seinen süd-östlich liegenden Industriegebieten in Brunsbüttel ab.

Es gibt in Brunsbüttel kostenlose Fähren über den NOK. Die Seeschifffahrt teils riesige Ozeandampfer und natürlich die vielen Kreuzfahrtschiffe hat stets Vorfahrt. Wenn Ihr aber die Hochbrücke in Brunsbüttel über den Kanal benutzt, könnt Ihr die Traumschiffe im NOK aus 40 Metern Höhe unter euch sehen. Hier beginnt auf der Nordseite des Kanals mit dem Nordseeland Brunsbüttel die eigentliche Nordseeregion.

Brunsbüttel liegt direkt am Kanal und zugleich an der Tideelbe...wo die Nordsee beginnt. Das ist kein Zufall. Dort, wo vor einigen hundert Jahren kein Mensch je die Sümpfe betreten hat, entstand spätestens mit dem Bau des Nord-Ostsee- Kanals vor 125 Jahren eine für Seeschiff-Fans hoch attraktive Stadt. Dort befinden sich Brunsbüttels Seeschleusen, die den Übergang zur Tideelbe mit seinen ständig wechselnden Wasserständen ermöglichen. Der unterschiedliche Wasserstand in Brunsbüttel zwischen Tideelbe und NOK verändert sich ständig durch Ebbe und Flut. Ihr seid den riesigen Seeschiffe auf den Besucherplattformen auf den Schleusen in Brunsbüttel so nahe, dass Ihr sie fast anfassen könnt. Das kann man so nahe nirgends auf der Welt. Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen unzähliger Seeschiffe . Die Aufenthaltszeit beträgt oft weniger als eine halbe Stunde.

Lotsen, das sind erfahrene, besonders ausgebildete revierkundige Kapitäne. Die Lotsen in Brunsbüttel gehen bereits an Bord der Schiffe, um sie in die Schleusen hinein zu manövrieren. Sie begleiten die anspruchsvolle Fahrt der dicken Pötte bis nach Nübbel. Dort, auf halbem Weg nach Kiel zur Ostsee, übernehmen Lotsen aus Kiel die Schiffe.

Ihr könnt die Schiffe auch selber begleiten. Direkt am Kanal entlang befindet sich praktisch so gut wie überall ein für die Öffentlichkeit offener, als Rad- und Wanderweg nutzbarer Betriebsweg. Nach Passage der in der Eiszeit entstandenen, hoch liegenden Geest bei Burg und Hochdonn, geht es weiter bis zur 100 km entfernten Schleswig-Holsteinischen Hauptstadt nach Kiel zur Ostsee. Dieser Betriebsweg am Nord Ostsee Kanal lädt jeden Touristen - ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad - ein. Das Beobachten bringt immer wieder Abwechslung und verursacht meist Sehnsucht nach dem Meer und der großen weiten Welt. Für Schiffe, die von der Ostsee kommen, geht´s aus dem Kanal raus für die Seeschiffe durch die Schleusen auf der Tideelbe entweder links um die Ecke rum Richtung Hamburg oder rechts rum über die Nordsee in die weite Welt.

So wie für die Seeschiffe die Wege in diese drei Himmelsrichtungen nach Hamburg, am Kanal entlang in's Hinterland bis nach Kiel und zur Nordsee offen sind, sind es auch die Wege an Land für die Bürger .. oder noch besser .. für die Touristen.

Während traditionell Hamburg stark mit Brunsbüttel verbunden ist, ist Kiel gefühlt für viele Bürger sehr weit weg. Obwohl das die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein ist. Selbst die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals mit Fürst Bismarck und Kaiser Wilhelm nach ihm wurde der Kanal ursprünglich benannt – fanden nicht in Kiel, sondern im hamburgischen Rathaus statt.

Die Lage Brunsbüttels ist für Touristen, die nicht gern den ganzen Urlaub am Strand verbringen wollen, eine gute Wahl. Von hier aus hat ein erlebnisreicher Tagestrip nach Hamburg schon viele unserer Freunde und Gäste begeistert. Danach kommen sie in der Regel ...froh den Trubel und das relativ teure Pflaster wieder hinter sich lassen zu können... zurück in die geruhsame Gegend von Brunsbüttel. Viele Gäste unserer durchweg modern eingerichteten gemütlichen und relativ preiswerten Häuser und Wohnungen nutzen genau dieses abwechslungsreiche Angebot.

Ihr werdet Euch sicherlich einige Tage auch jeweils direkt an die Nordsee begeben. Da bietet sich zunächst einmal Friedrichskoog an. Dort habt Ihr ein besonderes Reizklima bei Westwind von der Nordsee. Ihr könnt Euch ohne Kurkarte im Deichvorland sonnen, das Watt besichtigen oder an einer geführten Tour durch`s Watt teilnehmen. Nur der Parkplatz in Friedrichskoog-Spitze ist kostenpflichtig.

Wir empfehlen diese Tour direkt an`s Meer der Nordseeküste nicht für den ersten Tag. Ihr solltet Euch mindestens eine der 9 schönsten Wanderungen rund um Brunsbüttel vornehmen. Es bietet sich an, euch zunächst in Brunsbüttel selbst bei auch hier meist westlichen Winden auf einem Spaziergang durch die Koogstrasse und seeseits des Deiches zur Tideelbe hin, diesen Wind um die Nase wehen zu lassen. Ihr werdet dort, wo die Nordsee beginnt, nicht gleich die Luft des vollen Reizklimas inhalieren. Es ist kein Witz, dass im Sommer nördlich vom Stadtrand Brunsbüttels in Kattrepel bzw. Neufeld erholungsbedürftige Pferde überwiegend aus Süddeutschland zur Kur im Nordseeklima einquartiert werden. Der Standort wurde bewusst nicht direkt an der Nordseeküste gewählt, weil viele Pferde das hier noch etwas mildere Nordsee-Klima besser vertragen. Wir haben bemerkt, dass es uns, wie vielen anderen Menschen, genauso geht.

Euren Spaziergang macht Ihr von uns aus am besten zunächst Richtung Nord-Ostsee-Kanal zu den Seeschleusen am Ende der Koogstrasse zum Seedeich mit Wanderwegen oben auf dem Deich oder davor am Wasser entlang. Dort könnt Ihr an der Tideelbe den weiten Blick zur Nordsee hin genießen. Die Seeschiffe auf ihrem Weg zur Seeschleuse oder hinaus und auch die super dicken Pötte von und nach Hamburg kommen dort direkt ganz nahe am Wanderweg, dem Treibselräumweg, direkt seeseits vor dem Deich vorbei. Auf diesem Weg erreicht Ihr nach ca. 8 Kilometern Neufeld. Ein einmaliger Eindruck von der Landschaft wird in dem kleinen früheren Fischerdorf dann getoppt von einem Besuch in der dortigen Gaststätte Op`n Diek.

Über die nahe an unseren Häusern gelegenen Wanderwege könnt Ihr an der Braake entlang zu den als Wanderwege hervorragend nutzbaren Wirtschaftswegen der Bauern gelangen. Auf den Feldwegen Dithmarschens könnt Ihr in schier endloser Länge mit jede Menge Varianten und Verzweigungen die offene Dithmarscher Marsch genießen. Sie sind besonders für Radfahrer in jeder beliebigen Länge nutzbar und wegen der geringen landwirtschaftlichen Nutzung durch die Bauern ideal für eure entsprechenden Fitnessprogramme.

Die Braake in Brunsbüttel ist übrigens auch so ein Fleet, welches die Marsch entwässert. Ihr gesamtes Wasser aus der sich kilometerweit nördlich von Brunsbüttel erstreckenden Marsch wird am Deich beim Hotel Kleiner Yachthafen in die Tideelbe gepumpt. Schaut Euch das am Deich einmal an. Schautafeln erklären die Funktion. Von dort habt Ihr auch einen wunderschönen Blick über den vor dem Deich liegenden Yachthafen bis auf die Tideelbe mit den vorbei ziehenden Seeschiffen.

Dieser kleine Yachthafen ist auch deshalb ebenfalls sehr sehenswert, weil dort im Sommer kleine Segelboote der meist einheimischen Brunsbüttler an Pontons vertäut liegen. Diese liegen bei Tideniedrigwasser im Schlick. Bei auflaufender Flut schwimmen sie auf. In der Zeit vor und nach dem Tidehochwasser fahren die Segelboote meist unter Motor ein und aus. Tideabhängig nennt man einen solchen Hafen. Diese sind typisch für Gezeitenküsten mit einem davor liegenden Wattenmeer, wie es die Nordseeküste mit ihren Prielen und Watten ist.

Das kann man noch besser in Neufeld besichtigen. Eine Tour dorthin, ob außendeichs vor dem Seedeich zu Fuß oder mit dem Fahrrad über den befestigten Treibselräumweg vor dem Deich entlang oder mit dem Auto über die Straße direkt hinter dem Deich. Neufeld ist ein absolutes MUSS. Auch dort ist der tideabhängige Hafen eigentlich nur das letzte Stück eines Priels. Ein Priel in historischer Vergangenheit, der das Hinterland bis Marne mit damaligen Schiffen weit im Binnenland zugänglich machte. In Marne gibt es deshalb heute noch 5 km vom heutigen Seedeich entfernt die Hafenstrasse. Vom ehemals schiffbaren Ziel ist nur noch ein relativ kleines Fleet übrig geblieben. Die im letzten Jahrhundert durch Landgewinnung von der Nordsee in Bauernland umgewandelten Watt-Gebiete Neufelder Koog und Kaiser Wilhelm Koog entwässern ebenfalls durch Siele über den Neufelder Hafen in die Tideelbe zur Nordsee. Dieses System sichert die Entwässerung der landeinwärts liegenden Marsch - Gebiete und schafft durch das ausströmende Wasser genügend Spülkraft zur Vermeidung einer vollständigen Verschlickung des Fahrwassers für die heutigen Sportfischer und Segelboote im Neufelder Hafenpriel.

Das Dorf ist inzwischen kein Geheimtip mehr. Die idyllische Lage mit der einmaligen Landschaft vor dem Deich lockt im Sommer viele Wohnmobile zur Übernachtung direkt an den Hafen. Ganz besonders beliebt ist das Speiselokal „Op`n Diek“. Zusammen mit einem ursprünglich in Friedrichskoog ansässigen Lokal gleich neben an bilden sie ein einmaliges Ensemble auf dem Seedeich mit weitem Blick über das Vorland zur Tideelbe mit den Seeschiffen auf ihrem Weg von und in die weite Welt. Wahrlich ein Platz zum Träumen bei gleichzeitig hervorragender kulinarischer Bewirtung. Besonders frische Krabben op ́n Diek erinnern uns dort an vergangene Zeiten.

Unsere Gedanken sind zwar inzwischen romantisch verklärt, aber meine Erinnerung ist tief geprägt vom täglichen Aufenthalt dort am Hafen. Meine Eltern waren diejenigen, die die Krabbenfänge von Fischkuttern in Empfang nahmen. Die Krabben von bis zu 40 Kuttern wurden an die Puler (Krabbenschäler in Heimarbeit) verteilt. Meist spät abends lieferten diese dann die frisch gepulten Krabben im elterlichen Haus ab. Dort wurden sie entweder in Dosen konserviert oder frisch in eine Fabrik nach Marne geliefert.

Die Krabbenschalen wurden hinter unserem Haus auf Trockensieben mit Heißluft getrocknet. Der Geruch bzw. Gestank verbreitete sich je nach Windrichtung über das ganze Dorf und führte zum wohl nett aber deutlich gemeinten Titel für meinen Vater. Er war der GAMMELKÖNIG von Neufeld.

Als kleiner Junge habe ich mich gelegentlich in`s grüne Vorland und weiter durch`s Schilf bis in`s Watt vorgewagt. Das war sicherlich nicht ungefährlich, da die auflaufende Tide das Watt sehr schnell in eine gleichförmige Wasserfläche verwandelt. Dann kann man keinerlei Konturen des weichen Untergrundes mehr sehen. Dann in ein unsichtbares Schlickloch zu geraten, ist mehr als unangenehm. In einem Schlickloch kann man durchaus bis zu den Oberschenkeln versinken. Da kommt man normalerweise ohne fremde Hilfe nicht mehr heraus. Bei auflaufender Flut ist Lebensgefahr durch Ertrinken angesagt. Ich habe es glücklicherweise überlebt.

Hier sei deshalb die ausdrückliche Warnung ausgesprochen, dass das Betreten des Watts nur im Nahbereich der Badestrände - oder in Brunsbüttel bei der jährlichen Wattolympiade - ansonsten immer in Begleitung von erfahrenen Wattführern erfolgen sollte.

Eine Ausnahme habe ich mir als ortskundiger und in regelmäßiger Begleitung durch meine Frau Anfang dieses Jahrhunderts aus Forschungsgründen erlaubt. Wir waren jeweils in der Zeit des ablaufenden Wassers (Ebbe) bis zum Beginn der auflaufenden Flut etwa 6 Stunden auf Erkundungstour im Neufelder Watt.

Auf diesen ca 100 Touren im Zeitraum von 10 Jahren konnte ich nicht nur die Geheimnisse der Sedimentbewegungen in diesem Tidegebiet entschlüsseln. Weitergehende Erkenntnisse zur Dynamik der Watten im Elbmündungsgebiet wurden durch die laufenden Erkundungen offensichtlich. Gelegentlich durften uns fitte Personen begleiten, um diese Wattgeheimnisse persönlich vor Ort zu vermitteln. In dieser Zeit sind einige Fotos entstanden, die wir gerne hier veröffentlichen. Weitere Informationen sollen zu gegebener Zeit folgen. Sie sind nicht nur zur Reduzierung der Verschlickung der Tideelbe und ihrer Nebenarme bis hin zum Hafen in Hamburg sondern auch besonders zur Entwicklung eines Konzeptes für die Anpassung der Tideelbe an den langfristig steigenden Meeresspiegel durch den beschleunigten Klimawandel von Bedeutung.

Einmalig sind auch die Eindrücke auf einer Fahrt von Koog zu Koog. In Neufeld beginnt in Richtung Nordsee ein doppeltes Deichsystem. Im Laufe der Jahrhunderte immer weiter Richtung See gewonnenes Marschland wurde jeweils durch Deiche vor hohen Wasserständen geschützt. Es entstanden Köge zwischen dem neuen Deich und dem alten Deich, der meist als zweite Schutzlinie bestehen blieb. Weiter binnendeichs gelegene frühere Deiche wurden nach Schaffung eines neuen Deiches seeseitig in der Regel abgetragen. Die höher gelegenen, langfristig durch die Last des früheren Deiches gut konsolidierten, Flächen nutzte man zum Wege- und Hausbau. Alle paar Jahrzehnte wurde auf diese Art an der Nordseeküste Land gewonnen. Im Laufe der Jahrhunderte entstand die kultivierte Marsch. Eine der fruchtbarsten Regionen auf unserer Erde.

Der Kattrepeler Westerdeich ist ein gutes Beispiel für einen zurückgebauten früheren Deich. In meinem Ausweis steht er heute noch als amtliche Geburtsanschrift, da mein Elternhaus darauf stand. Es ist der frühere von Neufeld nach Marne verlaufende Deich auf dessen Grund heute die Straße verläuft. Fast alle historischen Deiche wurden so zurückgebaut und besiedelt.

Heute ist nahezu die gesamte Marschenküste bis hoch nach Dänemark doppelt mit Deichen geschützt. Nach dem Bau eines weiteren vorgelagerten Deiches bleibt der alte Deich als Schlafdeich als zweite Deichlinie bestehen. Falls doch einmal eine Sturmflut den ersten Deich zerstört, wird die Überflutung auf den jeweiligen durch Deiche umschlossenen Koog begrenzt. Die befestigten Öffnungen durch diese Deiche für den Straßenverkehr heißen Stöpe. Sie können bei drohender Gefahr einer sehr hohen Sturmflut vorsorglich mit Dammbalken verschlossen werden. Ein entsprechender Sturmflutwarndienst sorgt für eine zeitgerechte Warnung der gesamten Küsten - und Tideelbe-Bevölkerung bis über Hamburg hinaus flussaufwärts.

Die Geschichte der Entstehung der Marsch ist auf der Fahrt durch die Köge nach Friedrichskoog sehr schön erlebbar. Besonders im Dieksander Koog ist die normierte Bauweise der Bauernhöfe bemerkenswert. Sie wurden vor dem zweiten Weltkrieg nach Trockenlegung der dortigen Watten gebaut. Ursprünglich benannte man den Koog deshalb auch nach Adolf Hitler. Nach dem Krieg besann man sich auf den Namen einer dort eingedeichten früheren Sandbank. Der Koog wurde nach dem Dieksand umgetauft. Eine Gedenkstätte zu dem Koog befindet sich in der Neulandhalle.

Für Friedrichskoog verbindet sich mit der Entwicklung der Köge eine lange Geschichte. Der dortige Hafen wurde ebenfalls von den Wasserbauern in der Zeit des Nationalsozialismus gebaut. Bis vor einigen Jahren gab es hier ein geschäftiges Treiben rund um die Kutterfischerei. Eine der großen deutschen Krabbenfischerflotten war hier zu Hause. Hier wurde sogar eine legendäre Krabbenschälmaschine erfunden. Sie ist heute immer noch in Betrieb und kann in den hinteren Räumen der Gaststätte Urthel besichtigt werden. Die für Friedrichskoog Jahrzehnte lange, erfolgreiche Hafenzeit fand in den letzten Jahren ein wasserbaulich begründetes, aber wohl auch politisch motiviertes Ende.

Der Hafenpriel war beim Bau vor rund hundert Jahren so angelegt worden, dass er in einen der mächtigen natürlichen tiefen Priele im Watt mündete. Da konnten damals auch die größten Krabbenkutter vom Hafen hinaus und zurück zum Kai passieren. Im Laufe der Jahrzehnte nach der Eindeichung des Gebietes um den Dieksand herum führten jedoch Effekte durch den Verlust der täglich zweimal durch die Tide überfluteten großen Watt- und Vorlandflächen zu einer starken Strömungsreduzierung in den dort vorhandenen Prielen. Auch der unmittelbar am Leitdamm der Zufahrt zum Hafen vorbei führende Priel wurde schwächer und versiegte weitestgehend. Das beim Bau früher vermeintlich klug ausgedachte wasserbauliche Hafen-System konnte ohne erhebliche Eingriffe nicht mehr wirtschaftlich und nationalparkverträglich aufrecht erhalten werden.

Im Laufe der Jahre waren ohnehin schon immer mehr Fischkutter nach Büsum ausgewichen. Die Landesregierung veranlasste im Jahr 2018 gegen erheblichen örtlichen Protest die endgültige Hafenschließung der Seeschleuse in Friedrichskoog. Der Schiffszugang zum Hafen ist nun nicht mehr möglich. Die frühere natürliche Entwässerung der binnendeichs liegende Köge über den Hafenpriel durch die bei Tideniedrigwasser geöffnete Hafenschleuse in die Nordsee hinein wurde durch ein elektrisch betriebenes Pumpwerk am Deich des früheren Hafenbeckens ersetzt. Zum Glück bleiben dem touristischen Standort über das Touristendorf an Friedrichskoog-Spitze noch verschiedene Attraktionen, die auch für unsere Gäste von Brunsbüttel aus noch einen Besuch lohnen.

Ein Highlight ist die Seehundstation Friedrichskoog am früheren Hafen.

Ihr findet schon auf der Autobahn A23 vor Itzehoe ein touristisches Hinweisschild zu dieser Station. Hier wohnen einige betagte Seehunde. Viele andere sind vorübergehend zum Aufpäppeln dort. Man nennt sie Heuler. Es gibt Showprogramme, die nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene begeistern. Es wird viel Lehrreiches über die Tiere und ihren Lebensraum im Nationalpark Wattenmeer vermittelt.

Am früheren Hafenbecken gibt es den Wal Willi. Ein Indoorspielpark unter dem Dach einer walförmig gestalteten Hallendachkuppel. Dort können diese auch bei ungemütlichem Wetter auf ihre Kosten kommen. Gelegentliches Schietwetter kommt zwar in den letzten Jahren seltener vor. Aber ganz weg ist es nicht. Dann ist für Spaziergänge draußen warme und vor allem regenfeste Kleidung angesagt.

Wenn man sich dem vermeintlichen schlechten Wetter mit entsprechender Kleidung stellt, kann es auch direkt an der Nordsee sehr gesund sein. Für einige Stunden - je nach Kondition und Bedarf - so die frische salzhaltige See-Luft zu inhaliere, ist zu empfehlen. Die Dauer des Aufenthaltes direkt am Meer kann jeder für sich selbst bestimmen. Anschließend in „gemäßigte“ Zonen zurückzukehren und in einer unserer gemütlichen Wohnungen die Beine hoch zu legen ist danach zweifelsfrei ein besonderer Genuss.

Wer touristisch gern den Krabbenkuttern folgen möchte, sollte über die Köge weiter über Meldorf nach Büsum fahren. Es liegt seewärts von der Kreisstadt Heide und hat sich in den letzten Jahren zu einem stark touristisch orientierten Ort entwickelt. Dort gibt es auch einen künstlichen Sand-Strand mit von der direkten Nordsee abgetrenntem Badebereich vor dem Deich. Diese Perlebucht hat ein ganz spezielles Flair. Ihr solltet sie ausprobieren. Neben eventuellen Parkplatzgebühren müsst Ihr spätestens auf dem Weg zum Strand am Eingang am Deich in Büsum eine Gästekarte lösen.

Spannend dürfte für Euch in Büsum eine Fangfahrt mit dem Fischkutter oder eine Tagesreise mit Start in Büsum nach Helgoland sein. Alternativ empfehlen wir Tagesausflüge von Brunsbüttel aus besonders noch St.Peter-Ording. Wir nennen es liebevoll SPO. Das Gebiet vor der Eiderhalbinsel liegt zwar nicht mehr in Dithmarschen. Trotzdem ist uns St.Peter an`s Herz gewachsen. Man fährt mit dem Auto über die Eider nach Nordfriesland. Das Eidersperrwerk ist mit einer Straße versehen. Man kann darüber auf kurzem Wege von von Brunsbüttel über Meldorf Richtung Büsum und dann rechts ab über das Eidersperrwerk nach St.Peter zu den Autostränden fahren.

Das ist sehr ungewöhnlich. Wo kann man schon mit dem Auto zum und sogar auf dem Strand fahren. In SPO geht das. Allerdings kostet das auch hier in St.Peter eine Tageskarte und PKW-Parkgebühren. Auch wenn Ihr keine Strandsegler oder Kitesurfer seid, empfehlen wir diesen Tagesausflug immer wieder. Der endlose Strand lädt zum Spaziergängen in einer fast wüstenförmigen Unendlichkeit direkt am Wasser ein. Es gibt ein paar urige Restaurants auf Pfahlbauten direkt am Strand in St. Peter. Meist sehr empfehlenswert. Wer im Sommer in der Sonne in der puren, salzhaltigen Nordseeluft faulenzen möchte , mietet sich einen Strandkorb oder bummelt auf der Promenade vor St. Peter Ording. Dort begegnet Ihr sehr vielen Touristen. Logo. Hier ist in der kurzen aber intensiven Sommer-Saison echt high-life. Nach unserer Auffassung ist das Strandrevier sogar attraktiver als Sylt. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Aber eines ist sicher: Es lohnt sich immer mal wieder eine Tagestour dorthin.

Wenn Ihr Dithmarschen von Brunsbüttel kommend über die Bundesstraße 5 Richtung Norden über die Eiderbrücke bei Tönning verlasst, findet Ihr unmittelbar links neben der Klappbrücke auf der Nordseite der Eider das international auch fachlich anerkannte Multimar Wattforum.Dort können alle Altersgruppen - von kleinen Kind bis zur betagten Oma - kurzweilig und jeweils altersgerecht das Watt verstehen lernen. Es lohnt sich ein mehrstündiger Aufenthalt.

Bisher sind unsere Gäste nach einem Tagesausflug hierher immer begeistert nach zu Hause in Brunsbüttel zurück gekehrt. Bei geeignetem Wetter haben sie oft nach Besichtigung des Ortes Tönning auch noch eine Stipvisite nach Friedrichsstadt gemacht. Eine Kleinstadt im holländischen Stil von holländischen Einwanderern erbaut, die aus Glaubensgründen Ihre Heimat verlassen mussten. Besonders bei ruhebedachten Menschen, die eine Entschleunigung suchen, ist eine gemächliche Schiffsfahrt auf den dortigen Kanälen und der Treene sehr beliebt. Die Treene war im Mittelalter zur Zeit der Wikinger sowas wie heutzutage der Nord Ostsee Kanal. Ein Schifffahrtsweg über die Eider und Treene nach Haitabu von der Nordsee zur Ostsee.

Die wegen ihrer Kondition und Kriegslüsterheit gefürchteten Seefahrer sind damals in die Eider hineingesegelt und dann die Treene flußaufwärts getreidelt. Sie zogen ihre Boote meist mit Hilfe von Ochsen so weit wie möglich den Fluss hinauf, um sie nahe seiner Quelle weiter über Land bis zur Schlei beim heutigen Schleswig zu ziehen. Das heutige Haitabu war damals eine sehr wichtige Handelsmetropole. Heute steht dort das Wikingermuseumsdorf nahe Schleswig an der Schlei. Dort kann man auch über diese spannende Episode noch mehr erfahren.

Wenn Ihr schon mal in dieser Gegend seid, ist auch noch ein Besuch des Storchendorfes Bergenhusen zu empfehlen. Durch die Lage in den Feuchtgebieten von Eider und Treene gibt es hier jede Menge Frösche. Kein Wunder, dass die Störche für solche Leckerbissen hier ein Zuhause auf einem der Wagenräder hoch in der Luft bauen.

Zurück in Brunsbüttel empfehlen wir in der kalten Jahreszeit das Schwimmbad Luv direkt an der Braake. Im Sommer gilt allerdings das beheizte Freibad Ulitzhörn an der Zufahrt zur Schleuse zum Nord Ostsee Kanal als absolut heißer Urlaubstipp. Es wird von einem Förderverein betrieben und ist sehr gut ausgestattet. Dieses Freibad eignet sich durch seine einmalige Lage direkt auf dem Seedeich zur ständigen Beobachtung der Seeschiffe. Man kann von dort aus unmittelbarer Nähe zuschauen wie die dicken Pötte zentimetergenau von den Lotsen in die Schleusen hinein manövriert werden. Aus den Schleusen herausfahrend biegen sie gleich links rum nach Hamburg ab. Oder sie dampfen in Richtung Nordsee ab in die „Weite Welt“. Es hat schon Gäste gegeben, die fast ihren ganzen Urlaub hier im Strandkorb oder auf dem Rasen des Deiches verbracht haben. Das Wasser der verschiedenen Becken ist beheizt und es gibt im Gegensatz zur unmittelbaren Nordseeküste am Watt bei dieser einmaligen Kulisse immer zu etwas zu sehen.

Wer gern einmal direkt in der Tideelbe baden möchte, kann das am besten am Sandstrand in Kollmar machen. Wir empfehlen diesen Ort u.a. wegen seiner Lage zur Tideelbe für einen weiteren Tagesausflug. Es gibt direkt in Brunsbüttel eine kostenlose Fähre über den Nord Ostsee Kanal. Man fährt von dort weiter Richtung St. Margareten und Glückstadt.

Dort sollte auf der Fahrt durch die Marsch am Elbdeich der Wilstermarsch entlang eine Pause eingelegt werden, um den Glückstädter-Hafen mit den angrenzenden historischen Gebäuden anzuschauen. Hier hat König Christian von Dänemark im vorvorigen Jahrhundert einen Hafen anlegen lassen , um den Hamburgern Konkurrenz zu machen. Zu der Zeit bis 1854 war Schleswig-Holstein bis zur Reeperbahn in Hamburg dänisch. Er hatte schlechte Berater, die sich als Wasserbauer wohl eher mit der Ostsee als mit einem Tidefluss auskannten. Genau dort bei Glückstadt ist nämlich die natürliche maximale Schwebstoffkonzentration im Wasser der Elbe am höchsten. Das führt jeweils bei stehendem Wasser - wenn die Flut endet und die Ebbe beginnt und umgekehrt – zur heftigen Sedimentation von Schlick. Ohne technisch geschickt angelegte Schleusen und effektive, ständige Baggerungen ein damals nicht lösbares Problem, um die Hafenbecken mit ihre Zufahrten auf Tiefe zu halten. Der König musste seine Pläne reumütig beerdigen.

Noch heute ist die Tidedynamik mit dem im Wasser enthaltenen Schwebstoff für die Schifffahrt ein Schlüsselelement auf dem Tidefluss. Die Problematik hat sich gegenüber damals durch diverse künstliche Maßnahmen wie Flussvertiefungen und Deichbauten mengenmäßig noch erheblich verstärkt. Wer genau hinschaut, kann immer wieder Saugbagger im Elbfahrwasser beobachten. Diese saugen Schlick in ihren Bauch hinein und transportieren ihn weit flussabwärts in den Übergangsbereich zum tiefen Meer, wo er sehr wertvoll für die Wattenbildung ist.

Ein Anfang dieses Jahrhunderts entwickeltes Tideelbekonzept sieht vor, natürliche Gegebenheiten früherer Zeiten mit geringerer Sedimentation auch zum Wohle der Natur wieder herzustellen ohne die mächtige, transporteffektive Seeschifffahrt zu vernachlässigen. Dabei ist besonders von Belang, dass inzwischen weltweit die ökologische Wertigkeit der Tideflusssysteme erkannt wurde. Es ist für Laien schwer zu verstehen, dass gerade in dem Flussabschnitt, wo Süßwasser vom Landesinneren und und Salzwasser von der Nordsee sich vermischen und Kleinlebewesen aus dem Süßwasser und aus dem Salzwasser kommend jeweils sterben, weil sie das jeweils andere Milieu nicht vertragen. Gerade dieses Sterben führt paradoxerweise zu neuem Leben. Einige Wissenschaftler sprechen auch von einer gewissen Ursuppe des Lebens im Übergangsgewässer.

Weiter Richtung Hamburg kann man in Kollmar wieder den dicken Pötten zuschauen. In Kollmar gibt es eine Stöpe durch den Seedeich hindurch, die hier die Zufahrt für Kraftfahrzeuge zum kleinen Hafenbecken auf der Seeseite ermöglicht. Bei Sturmfluten muss sie mit Dammbalken geschlossen werden ,weil sonst die Marsch überflutet wird. An der Stöpe sind dazu die Sturmflutmarken von Kollmar zu sehen. Wer sich vorstellt, dass das Wasser aussendeichs entsprechend hoch sein kann und keine Deiche vorhanden sind, kann sich vorstellen ,wie hoch das Land der Marsch dann überflutet wäre.

Auf der Seeseite rechts liegt hinter einer Imbissbude ein kleiner Spielplatz direkt am Sandstrand. Ein wunderschöner Tummelplatz für Kinder als Geheimtipp hier verraten.

Ein kleiner Schiffsanleger erlaubt die Anlandung von Personen, die sich auf Sonderfahrten hier her schippern lassen. Man kann von hier auch selber kleine Motorboote für jeweils ca 10 Personen stundenweise mieten, sich auf der Tideelbe herumschippern und die einmalige Natur von See aus zeigen lassen. Wir hoffen, die Sportbootvermietung Kollmar öffnet bald wieder.

Kollmar ist auch ein beliebter Treffpunkt für Motorradfahrer. Sie genießen hier die Gemeinsamkeit im friedlichen Miteinander.

Für uns hat das Café Sünschien eine große Bedeutung. Es liegt direkt rechts am Deich bevor man durch die Stöpe in`s Vorland gelangt. Die dortigen Kuchen und das leckere Speiseeis sind perfekt auf unseren Geschmack zu geschnitten. Sehr zu empfehlen.

Wer auf den Geschmack gekommen ist und mehr vom Tidefluss, Sandstränden und Biotopen anschauen möchte, der sollte die Haseldorfer Marsch und Hetlingen besuchen.

Ganz besonders erwähnenswert ist der Hauptwanderweg von Wedel zu den Landungsbrücken in der Innenstadt von Hamburg. Man kann hier zu Fuß oder besser mit dem Fahrrad wunderschöne Strandabschnitte der Tideelbe an den Elbvororten der westlichen Metropole sehen. Sie laden teilweise sogar zum Baden ein. Das sollte man allerdings nur mit äußerster Vorsicht machen. Der Sog von Schiffen am Elbfahrwasser und die zeitweise gefährliche Strömung des Flusses können unter Umständen lebensgefährlich sein. Die Kulisse ist bis hin zu den Landungsbrücken an der Innenstadt einmalig interessant, da sie Natur und urbanes Leben in wunderbarer Weise vereint. Ein Tagesausflug nach Hamburg lohnt sich auch aus anderen Gründen allemal.

Wer von unseren Wohnungen in Brunsbüttel aus in einer Stunde nach Hamburg fährt, sollte sich in den Elbvororten in der Nähe der S-Bahn-Station der Linie S1 in Flottbek/ Botanischer Garten einen Parkplatz suchen und sich zum Elbanleger von Teufelsbrück begeben.

Dort kann man für die ganze Familie Hamburgs Tagesgruppenkarte für wenig mehr als 10 EUR für bis zu 5 Personen am Automaten kaufen und den ganzen Tag mit den Hafenfähren sowie U-Bahn, S-Bahn oder mit den Bussen des HVV fahren. Eine Fahrt mit dem Schiff bis zu den Landungsbrücken und der „ELPHI“ (Elbphilharmonie), ein Trip durch die Hafencity oder die Innenstadt und eine S-Bahnfahrt zurück zum parkenden Auto sind locker möglich.

Unsere Gäste sind immer wieder begeistert. Allerdings wissen sie anschließend auch die Ruhe, den Komfort und die Preisgünstigkeit unserer Wohnungen in Brunsbüttel zu schätzen.

Unsere weiteren Empfehlungen mit Tipps für weitere Aktivitäten, Freizeitmöglichkeiten oder Kulturtrips haben wir nochmal in einigen Blogs gesondert zusammen gestellt. Da ist echt für jeden Geschmack noch sehr vieles dabei:
Insgesamt besteht die Gefahr, dass Euch unser Standort in Brunsbüttel inmitten dieser Gegend mit all den alternativen Möglichkeiten zu relativ günstigen Preise so gut gefällt wie uns selber. Ihr solltet das Risiko testen. Meik ist fast jederzeit telefonisch zu erreichen und kann Euch sofort sagen, ob wann und welche Wohnung oder welches Haus Euch zur Verfügung gestellt werden kann.

Ihr werdet Euch möglicherweise - wie wir - in unsere Heimat - unser zu Hause - unser Brunsbüttel - verlieben.
Probiert es aus.

Wir freuen uns auf Euch.

Heinz und Heidi Glindemann



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